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Themenfülle wartet auf die neu verpflichteten Gemeinde- und Ortschaftsräte Kommunalpolitik als Basis funktionierender Demokratie

Zur Verabschiedung und Ehrung teils langjähriger Mandatsinhaber sowie zur Verpflichtung der neuen Gemeinde- und Ortschaftsräte aus Vöhringen und Wittershausen fand am Montag, dem 15.07.2019, eine öffentliche Festsitzung mit musikalischer Umrahmung durch das „Gepflegte Gebläse“ im Feuerwehrhaus Hirschberg 6 statt.
In seiner Festansprache begrüßte Bürgermeister Stefan Hammer unter den anwesenden Mitbürgern auch Vertreter der Kirchen, Institutionen und Vereine sowie Ehrenamtliche. Ihm sei es ein besonderes Anliegen, Amtseinsetzungen, Ehrungen und Verabschiedungen nicht in einer turnusmäßigen Arbeitssitzung vorzunehmen, sondern ihnen einen würdigen Rahmen zu verleihen. Eine funktionierende Demokratie, eine stabile Republik und ein friedliches Europa seien nicht selbstverständlich und würden sowohl auf dem Grundgesetz und dem Föderalismus-Prinzip als auch auf einer breiten politischen Basis in den Kommunen beruhen. Die Hauptpersonen des Abends seien Menschen, die im örtlichen Gemeinwesen verwurzelt sind, die Bedürfnisse der Menschen vor Ort kennen und die kommunale Selbstverwaltung mit Leben und Engagement erfolgreich ausfüllen, auch wenn sie „manches Mal bei schwierigen Entscheidungen vielleicht auch schief angesehen werden“.


Hammer schloss in seinen Dank und Respekt auch die Kandidaten ein, die kein Mandat erreicht, aber Demokratie möglich gemacht hätten. Er stellte fest, laut Wahlprüfungsbescheid des Landratsamtes entspreche das endgültige dem vorläufigen Wahlergebnis ohne Änderungen. Einstimmig fassten die scheidenden Gremien in ihrer letzten Amtshandlung darüber Beschluss, dass keine Hinderungsgründe gegen die gewählten Mitglieder des Gemeinderates und Ortschaftsrates vorliegen. Deren Amtseinsetzung erfolgte durch das gemeinsame Nachsprechen der Verpflichtungsformel mit erhobener rechter Hand. Allen Gewählten galt der Applaus der Versammlung.


Die Neuzugänge in alphabetischer Reihenfolge sind:
Für den Gemeinderat Thomas Herrmann, Helmut Maier, Axel Plocher, Andreas Scheu, Thomas Schmidt und Reiner Steeb.
Für den Ortschaftsrat Marcel Hezel und Pascal Schulz.


Hammer bot den neuen und bewährten Ratsmitgliedern beider Gremien seine vertrauensvolle Zusammenarbeit an und nannte die Aufstellung des Haushaltsplans 2020 eine erste Bewährungsprobe. Eine Klausurtagung zur Einarbeitung in weitere Themen sei geplant. Bereits in der Sitzung am nächsten Montag müsse sich der Gemeinderat beim Projekt der neuen Turn- und Festhalle mit der Kostensteigerung durch die gute Baukonjunktur befassen. Als weitere Schwerpunkte für die Ratsarbeit der kommenden Legislaturperiode nannte er in einem ausführlichen Rück- und Ausblick die konsequente Erschließung und Entwicklung neuer Wohnbaugebiete sowie die Lärmschutzwälle in beiden Ortsteilen, Straßenerhalt und Kanalsanierungen, die millionenschwere Instandsetzung und Erweiterung der Kläranlage des Abwasserzweckverbands Oberes Mühlbachtal, die am Bedarf und Zuzug orientierte Schaffung weiterer Kapazitäten in der Kinderbetreuung, zusätzliche Arbeitsplätze durch die Weiterentwicklung des InParks A81 und eventuell des regionalen Gewerbegebietes, das Schulwesen sowie das Projekt „Schulen ans Netz“ und die flächendeckende Breitbandversorgung. Die Chance, „in bester Innerortslage etwas richtig Gutes für Senioren und die Gesundheitsversorgung aller Altersklassen zu schaffen“ gebe es zwischen Sulzer und Hofäckerstraße. Abgerundet werde das Sanierungsgebiet „Ortskern III“ mit Aussicht auf Fördermittel in nennenswerter Höhe durch die Einbeziehung angrenzender Straßen. Spätestens mittelfristig müsse das 26 Jahre alte Löschfahrzeug der Feuerwehrabteilung Vöhringen ersetzt werden. Inwieweit das gesamte Investitionsvolumen auch noch die energetische Gebäudesanierung und freiwillige Aufgaben verkrafte, ohne die Folgegenerationen mit Schulden zu sehr zu belasten, sei umsichtig abzuwägen. Vor allem aber definiere sich das lebenswerte Umfeld einer Gemeinde nicht nur durch Investitionen, sondern vor allem auch durch die intakte Gemeinschaft aller Mitbürger, deren Engagement die Gemeinde umfassend unterstützen werde.
Ehrungen und Verabschiedungen


Wolfgang Lehrke verabschiedet sich nach zweitlängster Amtszeit aus dem Gemeinderat / Mit vier Personen gehen 70 Jahre kommunalpolitische Erfahrung
Mit Auszeichnungen, Urkunden und Geschenken wurden elf Personen bedacht, die sich zwischen fünf und 25 Jahren im Ortschafts- oder Gemeinderat engagiert haben und verabschiedet wurden oder eine weitere Amtszeit antreten.
Ein Vierteljahrhundert setzte sich Wolfgang Lehrke als Gemeinderat in Vöhringen für das Gemeinwohl ein und wurde für 25-jährige Ratstätigkeit von Bürgermeister Stefan Hammer mit der repräsentativen Stele des Gemeindetags Baden-Württemberg, Ehrennadel und Urkunde ausgezeichnet. Gleichzeitig wurde er aus dem Gremium verabschiedet, da er sich nicht mehr zur Wahl gestellt hatte. Mit fünf Wahlperioden ab 1994 rückte Lehrke auf Platz zwei der am längsten amtierenden Gemeinderäte der Vöhringer Nachkriegsgeschichte vor und überholte Günther Vosseler und Dieter Schleeh mit jeweils 23 Jahren. Spitzenreiter bleibt mit 34 Jahren Lehrkes ehemaliger Fraktionskollege Hans Schühle. Außerdem war Lehrke von Dezember 2001 bis 2004 erster stellvertretender Bürgermeister, bis 2009 zweiter Stellvertreter und über diese acht Jahre hinweg Sprecher der Freien Bürgervereinigung (FBV).
Thomas Prügel wurde für 20-jährige Mitgliedschaft im Gemeinderat mit der repräsentative Stele, Ehrennadel und Urkunde des Gemeindetages ausgezeichnet und ebenfalls auf eigenen Wunsch verabschiedet. Der Gemeinderat wählte ihn 2009 zum zweiten stellvertretenden Bürgermeister. Dies blieb er die letzten zehn Jahre, ebenso Lehrkes Nachfolger als Sprecher der FBV. Als Rektor der Mühlbachschule war seine Kompetenz besonders in Bildungs- und Sozialfragen gefragt.
Fünfzehn Jahre dauerte die Amtszeit von Gerhard Schittenhelm im Gemeinderat. Als Stimmenkönig wurde er dreimal zum ersten stellvertretenden Bürgermeister gewählt und war ebenso lange Sprecher der Freien Wählervereinigung. Auch er erhielt die Ehrennadel des Gemeindetags und die traditionellen Abschiedsgeschenke und bedankte sich wortreich im Namen aller Verabschiedeten und Geehrten bei der Bürgerschaft, der Verwaltung und allen Wegbegleitern. Mit den entsprechenden Auszeichnungen wurde auch Roland Vosseler nach zehn Jahren aus dem Gemeinderat verabschiedet.
Für zehn Jahre geehrt und weiter im Amt bleiben die Gemeinderäte Andrea Kopp und Norbert Burkhardt sowie Andreas Haberer als Mitglied im Gemeinderat Vöhringen und im Ortschaftsrat Wittershausen. Alle drei erhielten zum Dank die Ehrennadel des Gemeindetags, Urkunden und Geschenke der Gemeinde.
Nach fünfjähriger ehrenamtlicher Ratsarbeit verabschiedet wurden Joachim Fischer (GR), Holger Bässler (GR und OR), Helmut Günther (OR) und Markus Kaupp (OR) mit Urkunden der Gemeinde und einem bepflanzten Broatschua zur Erinnerung.

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Verabschiedete Gemeinde- und Ortschaftsräte von links nach rechts: Roland Vosseler, Holger Bässler, Wolfgang Lehrke, Helmut Günther, BM Stefan Hammer, Thomas Prügel, Markus Kaupp, Gerhard Schittenhelm. Es fehlt Joachim Fischer.

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Neue Gemeinderäte von links nach rechts: BM Stefan Hammer, Dr. Thomas Schmidt, Reiner Steeb, Helmut Maier, Axel Plocher, Thomas Herrmann, Andreas Scheu.



Der Berichtstext wurde freundlichst durch Frau Sylvia Fahrland zur Verfügung gestellt.
 
 

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