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Gemeinderat Aktuell

Bericht über die Sitzung des Gemeinderats Vöhringen am 12.11.2012

Vorstellung der Vorentwürfe zur Erweiterung der Mühlbachschule mit Kindergarten- und Krippenbereichen durch die Architekturbüros Riehle & Partner, Reutlingen und Schühle, Sulz am Neckar
 
Bürgermeister Hammer erinnerte eingangs der Sitzung daran, dass aufgrund des maroden Zustands der Kindergartenpavillons in der Friedrichstraße im Gemeinderat die Überlegung aufgetaucht ist, diese Pavillons durch einen Anbau an der Mühlbachschule zu ersetzen und dabei dort in naher Zukunft frei werdende Räume mit zu nutzen. Um ein Gefühl dafür zu bekommen, ob dies machbar und finanzierbar ist hatte der Gemeinderat beschlossen, vor Eintritt in eine detaillierte Planung beim Architekturbüro Riehle und Assoziierte aus Reutlingen und beim Architekturbüro Peter Schühle aus Sulz a. N. im Sinne einer Machbarkeitsstudie einen Vorentwurf mit Kostenschätzung zu beauftragen. In der Sitzung am vergangenen Montag wurden nun die jeweiligen Projektstudien ausführlich dem Gemeinderat und einigen anwesenden interessierten Bürgern präsentiert.
 
Das Architekturbüro Riehle, das seinerzeit bereits das Gebäude der Mühlbachschule geplant und gebaut hat, stellt sich aus Gründen der Ortsnähe und besseren Zugängigkeit einen
eingeschossigen Anbau im nördlichen Bereich des Grundstücks in Richtung Gartenstraße unter Nutzung zweier bestehender (Schul-)Räume vor. Zwei Räume für Betreuungskinder könnten ebenfalls im Bestand untergebracht werden. Das Wabenkonzept der Mühlbachschule soll aufgegriffen und fortgeführt werden, so dass der barrierefreie Anbau für die Kindertagesstätte für den bestehenden Pausenhof zusammen mit dem Bestand eine bergende Hufeisenform bildet. Die Kindertagesstätte soll nach den Vorstellungen des Büros Riehle einen eigenen Eingang bekommen, sowie aus allen Gruppenräumen einen Zugang zum Außenspielbereich bzw. zu vorgelagerten Terrassen. Ein Durchgang innen zum Schulbereich ist optional möglich, so dass auch gemeinsame Aktivitäten von Grundschülern und Kindergartenkindern realisiert werden können. Die Konstruktion ist in Holz vorgesehen, damit die Elemente vorgefertigt und so die Bauzeit kurz und die Störungen des Schulbetriebs minimal gehalten werden können. Die Kostenschätzung des Büros Riehle geht von rd. 1,65 Mio. € aus.
 
Der Entwurf des Architekturbüros Schühle zielt ebenfalls auf einen 1-geschossigen Anbau, der sich harmonisch in den Bestand in der Mühlbachschule einfügen soll. Das Konzept sieht jedoch keinen separaten Eingangsbereich für den Kindergarten vor, sondern die Mitnutzung des bestehenden Schuleingangsbereichs, wobei die verschiedenen Nutzungen intern abgeschlossen sind. Architekt Schühle geht von vier neu zu bauenden „Waben“ aus, die an zwei verschiedenen Bereichen an die Schule angebaut werden sollen. Dies aus dem Grund, weil zwei Räume dem schulischen (westlichen) Bereich (Betreuungskinder) zugeordnet werden und zwei der Kindertagesstätte (nördlicher Bereich). Ansonsten sollen auch bei seinem Entwurf vorhandene, freie Räume der Schule umgenutzt und entsprechend umgebaut werden. Den Gartenzugang sieht Architekt Schühle über den Bewegungsraum vor. Sein Konzept schließt mit einer Kostenschätzung von rd. 1,54 Mio. € ab und er fügte hinzu, dass sich ein evtl. Kindergarten-Neubau auf der „grünen Wiese“ im Kostenbereich zwischen 1,2 und 1,5 Mio. € bewegen würde.
 
Diese Aussage war für Bürgermeister Hammer und das Gremium ernüchternd, da man sich durch die Mitnutzung bestehender Räumlichkeiten in der Mühlbachschule schon eine deutliche Kostenensparung erhofft hatte. Dennoch war man sich darüber bewusst, dass an diesem Standort sehr viele Synergieeffekte zwischen Kindertagesstätte und Schule genutzt werden könnten. Bürgermeister Hammer verwies auf noch mögliche Zuschüsse aus dem Ausgleichsstock in Höhe von ca. 30 % der Kosten sowie auf diverse Fachfördertöpfe, mit denen man aber derzeit leider nicht mit Gewissheit planen könne, da unklar ist, inwieweit diese Gelder bereits ausgeschöpft und abgerufen wurden.
 
 
Birgit Kiene
Schriftführerin

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